Sonntag, 18. Juni 2017

Den Spuk vertreiben

Beim PAF 2017 gibt es zehn Wanderwege, thematische Routen, an denen entlang man mehrere Produktionen sehen kann. Zum Beispiel den Weg “Antworten für die Gegenwart”. Dass die manchmal nicht im Theater, sondern auf der Straße liegen, erlebte Gesche Beyer.

Der Horatier
© Kamel Rohde

Blutroter Junimond

Büro Steinheimer holt im Theaterdiscounter den Literaturklassiker „Bahnwärter Thiel“ von Gerhart Hauptmann ins 21. Jahrhundert.


Bahnwärter Thiel
© Alina Bader

Häkelhosen im Biedermeierland

In der INTRODUCING-Reihe wurde die Bühne des HAU1 für zwei Produktionen zur Blackbox: Leien des Alltags ironisieren in “Mutti muss nach Lichtenberg” Begleiterscheinungen der Gentrifizierung, Enis Turan forscht nach “Beauty & the Beast” im eigenen Körper. Eine Skypekritik von Klaudia Lagozinski und Georg Kasch.


Beauty and the Beast
© Marcos Angeloni

Ein wütender Informationsstrom

Performerin Meme hat einen ganzen Haufen Monster. Einige sind drachenartig, andere eher schwammig. Meme sortiert sie in imaginäre Schubladen und wendet dann ein: Sie könnten auch ganz anders sortiert werden. Nach der Zeit, in der sie leben etwa – Urzeit, Antike, Zukunft. Sie sortiert um. Oder nach der Anzahl ihrer Augen. Aber wo ist denn jetzt genau der Platz des sechsäugigen schwammigen Monsters aus der jüngeren Vergangenheit? Außerdem bleiben sie ja gar nicht unbedingt in der Schublade, in die sie gesteckt wurden. Wenn mensch wieder guckt, sind sie vielleicht längst weg, oder woanders, oder plötzlich zu vielen – eine Monsterparty!


PAF 2017 - Impressionen II

© Leni Elbert

Im Schluchzrhythmus

Agata Siniarska und Mădălina Dan weinen in „Mothers of Steel“ über das blutige 20. Jahrhundert und anderes.

Mothers of Steel
©
Jakub Wittchen for Art Station Foundation

"Die Freie Szene ist mein Zuhause"

© Malte Wunder
Ein Gespräch mit Autorin und Schauspielerin Sarah Dulgeris über Zugehörigkeit, Geschichte(n) und den Versuch, sich davon zu befreien.

von Janne Hagge Elhöfft

Freitagnachmittag. Tag vier des PAF-Festivals. Spontan treffe ich die Autorin und Schauspielerin Sarah Dulgeris zum Gespräch in einem Café am Aufbauhaus. Gerade hat sie Säcke voller Bauschutt, Teil des Bühnenbildes ihrer Produktion, alleine hierher gehievt. Die gelernte Schauspielerin feierte mit „Die Legende von Dimi & Ela“ ihr Debüt als Autorin, in dem sie die Geschichte ihrer Eltern erzählt. Heute wird ihr Stück erneut im TAK gezeigt. Beim Festival ist sie außerdem als Hopperin unterwegs, zeigt verlorenen Festivalbesucher*innen den Weg.

Samstag, 17. Juni 2017

Wo fängt eine Umarmung an?

In der Reihe INTRODUCING... gab es einen Doppelabend: “Don't Go For Second Best, Baby!” und “OBNIMASHKI” in den Sophiensælen. Janne Hagge Ellhöft und Aïsha Mia Lethen im Skypegespräch über Menschliches und Objekthaftes, Ehrliches und Perfektes, Begegnungen und voyeuristische Blicke.

OBNIMASHKI
© Philipp Weinrich

Klangkunst und Glibber

Beim PAF geht es mitunter nass, feucht und manchmal auch glibberig zu: Nicht nur bekannte Produktionen wie „Evros Walk Water 1&2“ von Rimini Protokoll kreisen um die Themen Wasser und Wellen, auch andere Künstlerkollektive greifen die Thematik auf - und bewegen sich dabei in ganz unterschiedlichen Gefilden. 

Sanierte Altbauten
© Clemens Heidrich

Henne oder Ei?

Im Theater Thikwa erarbeiten in ur.kunft Menschen mit und ohne Behinderung eine Tanzperformance über die Ursprünge der Welt. Eine körperliche Genese von Vergangenheit und Zukunft.

ur.kunft
© David Baltzer